Game Review: Surviving Mars

Surviving Mars kam dieses Jahr im März heraus und ist ganz klassisch, nach dem Publisher Paradox Interactive, ein Strategie/Simulation Spiel.

Erstveröffentlichung: 15. März 2018
Entwickler: Haemimont Games
Publisher: Paradox Interactive
Systeme: Windows, Linux, macOS
Plattformen: Steam, GOG, Humble Store

Markant für Surviving Mars sind die Kuppeln in dem Kolonisten wohnen.

Markant für Surviving Mars sind die Kuppeln in dem Kolonisten wohnen.

Die Entwickler kennt man unter anderem durch ihre Tropico Spiele, während man Paradox Interactive unter anderem durch Cities: Skylines, Hearts of Iron oder Cities in Motion. Surviving Mars stapft hier damit ganz klassisch in die Fußstapfen von Paradox Interactive. Was auch schon der erste Kritikpunkt ist, Paradox Interactive Spiele sind dafür bekannt das sie erst wirklich gut nach einigen Monaten/Jahren werden wenn es eine Menge, nicht ganz billige, DLCs aber auch viele kostenlose Content-Updates gibt. Und das merkt man auch bei Surviving Mars, das Spiel bietet viel aber es fehlt eindeutig noch der letzter Feinschliff und ein wenig mehr Abwechslung.

In Surviving Mars versucht man eine Kolonie auf dem dem Mars zu gründen und diese auszubauen um den Mars zu erkunden. Der Kniff dabei ist das man zuerst mit drei Rovern sowie einige kleinen Drohnen auf dem Mars landet und erst mal eine Basis aufbauen muss. Nachdem die Basis-Infrastruktur sowie eine erste Lebenserhaltungskuppel steht, kann man erst die ersten zwölf Menschen auf den Mars schicken. Überleben diese ersten Menschen einen Versuchszeitraum, darf man die nächsten Menschen hinterher schicken und seine Kolonie erweitern. Dabei kann man jeden Kolonisten per Hand auswählen und haben alle verschiedene Charakter-Eigenschaften wie z.B. „Nerd“ oder „Promi“, sowie eine Spezialisierung wie „Geologe“ oder „Wissenschaftler“. Im Grunde ist das jedoch im späteren Verlauf eigentlich schon egal, man gibt einfach einen groben Filter ein und spart sich die Zeit und Mühe jeden einzelnen Kolonisten zu überprüfen bevor sie auf dem Mars landen.

Die Schwierigkeit des Spieles wählt man aus in dem man sich verschiedene Fähigkeiten als „Anführer“ gibt, sowie sich einen Sponsor aussucht. Während es einfach ist wenn man eine Regierungsbehörde als Sponsor aussucht, wird es schwieriger wenn man einen privaten Investor wie „SpaceY“ sich aussucht. Je nach Sponsor kann man sich auch weitere Ressourcen von der Erde zu schicken. Im Verlauf des Spieles gibt es auch Zufalls-Events die die Kolonie bedrohen oder Forschung antreiben.

Mehrere Kuppeln nach einigen Stunden Spiel.

Mehrere Kuppeln nach einigen Stunden Spiel.

Probleme hatte ich auch bereits beim Bau einer zweiten Kuppel, man kann die Kuppeln zwar miteinander verbinden über einen Gang, dieser nimmt jedoch wertvollen Bauplatz innerhalb der Kuppel ein und kann auch nicht sehr weit gebaut werden. Schwierig wird es wenn man zwei Kuppeln weit auseinander baut, damit man näher an Ressourcen zum abbauen ist, weil das Tutorial einem vergisst zu sagen dass das wichtige Gebäude „Shuttle-Bay“ und deren Shuttles, welche Ressourcen und Menschen zwischen Kuppeln austauschen, erst sehr spät im Tech-Tree zu finden sind. Das hieß das ich, bis ich den Tech-Tree weit genug ausgebaut hatte, Ressourcen und Menschen nervig zwischen weit auseinander liegenden Kuppeln Micro-managen musste. Thema Tech-Tree, dieser ist ziemlich groß aber viele Upgrades, die zwingend nötig für die nächsten Upgrades sind, sind kaum nützlich und nur als Füll-Material.

Dennoch erfüllt der Rest des Spieles seinen Part gut und bringt ein ganz frisches Setting mit. Strategie Fans oder eben Paradox Fans werden auf ihre Kosten kommen. Andere warten vielleicht bis das Spiel aus entwickelt wird und man sich Spiel+DLCs für wenig Geld kaufen kann.

Eddy

Hi, ich bin Eduard. Ich beschäftige mich mit Videospielen und leite das Forum kokoro-ko.de