Platinum End – Band 1 | Manga-Review

Bereits am 17. November 2016 veröffentlichte der Publisher TOKYOPOP den ersten Band einer neuer Manga-Serie mit dem Namen „Platinum End“. Geschaffen wurden dieser von den unglaublich begabten Köpfen hinter „Death Note“, Takeshi Obata und Tsugumi Ohba. Nach dem Solo Projekt von Obata mit dem Namen „All You Need Is Kill“ melden sich die beiden im Duo zurück um hoffentlich ein weiteres Meisterwerk zu schaffen. Da ich bereits die ersten beiden Bände lesen durfte, werde ich mich bemühen mein Review ausschließlich dem ersten Band zu widmen und euch die Freude auf zukünftige Bände nicht zu nehmen.

cover

Jahr: 2016
Genre: Sounen
Deutscher: TOKYPOP
Künstler:

Tsugumi Ohba

Takeshi Obata

Bände: bisher 3 Bände

Platinum End

Das Schicksal ist nicht immer ganz auf unserer Seite, doch bei Mirai scheint es eher auf der gegenüberliegenden Seite zu stehen. Nachdem seine Familie bei einem Autounfall starb, zog er zu seinem Onkel und seiner Tante. Das familiäre Verhältnis mit den Verwandten hielt jedoch nicht lange. Als diese das Erbe seiner Familie einstreichen, beginnen sie ihn wie den letzten Dreck behandeln. Selbst der härteste Kerl hält es unter diesen Umständen nicht lange aus. Jahrelang geschlagen und ausgebeutet zu werden, vermischt mit der Tatsache in der Abstellkammer schlafen zu müssen und dem schulischen Stress ausgesetzt zu sein, kann nur eine tödliche Mischung ergeben. Wortwörtlich tödlich. Um dem ganzen ein Ende zu setzten, springt er kurzerhand am letzten Tag der Mittelschule von einem Hochhausdach.

Es heißt der Tod sei nicht endgültig, in Mirais Fall ist dieser doch nicht einmal eingetreten. Kurz bevor ihn das Ende auf dem Asphalt erreicht, rettet ihn im letzten Moment ein Engel mit dem Namen Nasse. Dieser erklärt ihm, dass jeder das Recht auf Glück habe. Mit dieser Aussage bietet er ihm besondere Fähigkeiten an und gibt ihm damit die Chance seinem Leben wieder einen Sinn zu geben.

Nasse berichtet ihm zudem, dass seine Verwandten für den Unfall seiner Familie schuld sein. Als Mirai das hört entschließt er sich die Sache mit Hilfe seiner neuen Kräfte in Hand zu nehmen. Bevor er die Situation jedoch klären kann, eskaliert die Situation und seine Tante schneidet sich ihre Halsschlagader auf.

Voller Furcht flüchtet Mirai und schwört sich diese Kräfte nie wieder zu benutzen. Doch das ist nicht so einfach wie er sich das vorgestellt hat. Er ist nicht der einzige mit diesen Kräften und schon gar nicht der erfahrenste. Der Engel hat diese Macht insgesamt 13 Personen verliehen und aus ihnen soll der neue Gott der Welt hervorgehen. Die schnellste Möglichkeit den neuen Gott zu ermitteln ist einfach, töte jeden der anderen Kandidaten.

Mangaka:

Tsugumi Ohba und Takeshi Obata dürften den meisten von euch primär durch ihren weltweit bekannten Anime- und Manga-Klassiker „Death Note“ bekannt sein. Auch das letzte Duo-Projekt „Bakuman“ erfreute sich großer Beliebtheit. Doch meist sind es die kleinen Schmuckstück wie „Ral A Grad – Blue Dragon“ oder „All You Need is kill“ welche bei mir im Kopf hängen bleiben. Letzteres hat es sogar auf die Hollywood-Leinwand geschafft unter dem Namen „Edge of Tomorrow“. Doch während Takeshi Obata an all diesen komplexen und überzeugenden Titel beteiligt war, ist über Tsugumi Ohba nicht wirklich viel bekannt. Trotz seiner Mitarbeit bei „Death Note“, „Bakuman“ und nun „Platinum End“ ist weder seine Identität bekannt, noch wer sich hinter diesem Pseudonym verbirgt.

Durch das neue Projekt „Platinum End“ kehrt das Duo dem Mangaka-Leben aus „Bakuman“ den rücken zu und widmet sich dem dunklen, mysteriösen Setting welches wir bereits aus „Death Note“ kennen dürften. Die ersten paar Seiten aus dem Manga erinnern mich stark an „Ral A Grad – Blue Dragon“ in welchem ohne irgendein Vorwissen ein Hilfloser Mensch Opfer einer prekären Situation wird.

Veröffentlichung in Deutschland:

Dank TOKYOPOP dürfen auch wir uns auf dieses epische Werk freuen. Der Publisher glänzt wieder mit einer sauberen Übersetzung. Leider sind einige Effekte nicht komplett bearbeiten worden und/oder wurden ein wenig zu schlampig behandelt. Darüber kann kann man allerdings relativ gut hinweg sehen, da uns neben dem glitzernden Cover noch eine Autogrammkarte der beiden Autoren erwartet.

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Leseprobe

Quellen:

Tokyopop


9.5
von 10

Ravenstorm

Das Duo Tsugumi Ohba und Takeshi Obata ist zurück. "Platinum End" überzeugt mit einer packenden Geschichte und umwerfenden Zeichnungen. Durch den epischen Zeichenstil von Takeshi Obata werden die einzelnen Szenerien, egal ob düstereres oder freundliches Setting, perfekt unterstrichen. Die Harmonie von überragender Handlung und Inszenierung ist wieder einmal überragend gelungen und lässt auf ein womöglich längeres Projekt schließen. Trotz der fast neun Monate Veröffentlichungszeit von TOKYOPOP hat sich das warten gelohnt und kann sich sehen lassen. Die deutschen Bände sind mit einem Glitzereffekt auf dem Cover verziert worden und enthalten eine Autogrammkarte für die deutschen Fans. Der Manga konnte der Kombination aus meinen ohnehin schon hohen Erwartungen und der Tatsache, dass er von zwei außergewöhnlichen Personen geschaffen worden ist, standhalten und erhält somit auch die berechtigte Kaufempfehlung.


Ravenstorm
Guten Tag die Damen und Herren, mein Name ist Armin aka. Ravenstorm. Ich schreibe gerne Artikel und Reviews zu Spielen und Anime/Manga.

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